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'Original Provence Lavendelhonig' stellt sich vor

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Wie sieht euer Arbeitsalltag mit den Bienen aus?
Die Arbeit mit Bienen erfordert je nach Saison unterschiedliche Aufgaben. Wir starten in der Provence unser Bienenjahr mit der Arbeit an unseren Bienen schon zeitig, und zwar Ende Februar. Die erste Arbeit ist es, unsere 1.000 Bienenstöcke zu checken und zu schauen, wie gut die Kolonien durch den Winter gekommen sind. Bis ca. 10% Verlust sind ganz normal. Eigentlich beginnt die neue Saison schon am Ende der alten Saison mit den vielen Arbeiten zur Vorbereitung einer neuen Bienensaison: Bienenhäuser säubern, reparieren und neue bauen. Rähmchen vorbereiten. Maschinen, Autos und Räumlichkeiten säubern und checken. Wenn dann die ersten warmen Tage Ende Februar anbrechen, fliegen unsere Bienen aus und finden reichlich Pollen an den blühenden Mimosen, die das Massif des Maures in ein sonnen-farbenes Gelb hüllen. Pollen sind Proteine für die neue Brut. Es braucht Pollen damit die kleinen Bienchen gefüttert werden können. Und es muss jede Menge Wasser in den Bienenstock getragen werden, damit die Eier nicht austrocknen, sondern im Wasser, welches mit etwas Gelee Royal angereichert wurde, schwimmen. Ab März werden jährlich 500 neue Königinnen gezüchtet. Dies ist ein sehr bedeutender Arbeitsschritt. Da eine Bienenkönigin nur etwa 2 Jahre lang ihre volle Arbeit leisten kann (von Frühjahr bis Spätsommer ca. 2.000 Eier täglich), wird sie alle 2 Jahre ersetzt durch eine junge Königin. Es werden Kolonien geteilt, neue Königinnen eingesetzt und immer wieder geprüft, ob alles optimal ist. Diese Arbeit erfordert mindestens 4 Wochen. Seit November stehen die Bienenhäuser an ihren Winterplätzen im Massif des Maures entlang der Cote d'Azur. Hier sind optimale Bedingungen durch das mediterrane Klima; ohne Fröste im Winter. Ab März wird hier unser Massif des Maures Honig gesammelt. Er besteht aus dem Nektar von Schopflavendel, weißem Heidekraut und der gesunden Zistrose; ist karamell braun und schmeckt nach Karamell. Diesen Honig gilt es zu ernten, bevor all unsere Bienen ihre Reise zu den Lavendelfeldern antreten. Etwa Ende Mai finden unser jetzt 50 Millionen Bienen keine Nahrung mehr im Massif des Maures. Jetzt ist es Zeit zur nächtlichen Fahrt an die Lavendelfelder. Sobald es dunkel ist und alle Bienen in ihren Häusern sind, laden wir die Bienenboxen auf unseren LKW. Während der Nacht schaukeln die Bienen in ihren Häusern sanft auf dem LKW in Richtung Lavendelfelder. Noch vor Sonnenaufgang müssen die Bienenhäuser an ihrem Zielort abgeladen sein, damit die Bienen sich beim Ausflug der ersten Sonnenstrahlen orientieren können und wieder zurück in ihren Bienenstock finden. Es können immer 80 Häuser pro Nacht auf dem LKW transportiert werden. Man nennt diese Art der Imkerei "Wander-Imkerei". Für und mit unseren Bienen fahren wir jährlich ca. 30.000 km. Überall dort wo unsere Bienenhäuser stehen, ist wilde Natur, z.B. im Naturpark Verdon. Es wird nichts angebaut, was gespritzt werden müsste. Dadurch haben wir keine Pestizid- oder Herbizid-Belastung. Frankreich hat außerdem keine genmanipulierten Felder. Unsere Lavendelhonige sind reine Naturprodukte ohne irgendwelche Belastungen. Sobald alle 50 Mio. Bienen an ihren gedeckten Tische am Lavendelfeld stehen, ist es Zeit den Honig vom Frühjahr zu schleudern, welcher noch kurz vor der Abfahrt an die Lavendelfelder geerntet wurde. Zwischendurch werden immer wieder die Bienenstöcke an den Lavendelfeldern gecheckt. Es müssen Stockwerke auf die Bienenhäuser aufgesetzt werden, in denen dann der feine reine Provence-Lavendelhonig produziert wird. Im Juli und August sind die heißesten Monate in der Provence. Temperaturen von weit über 30° machen die Lavendelhonig - Ernte sehr anstrengend. Im Overall und Hut mit Schleier sowie Handschuhen müssen die Honigwaben geerntet werden. Es können leicht Temperaturen von 40° im Overall sein. Sehr sehr harte Tage für den Imker. Morgens 2 Stunden Anfahrt, dann stundenlang in der Hitze ernten. Ohne irgendeinen Schatten oder eine Abkühlung. Literweise Wasser trinken und ständig das Gesicht anfeuchten, damit man diese Hitze aushalten kann. Dann wieder 2 Stunden Rückfahrt. Es ist schon dunkel, wenn die vollen Honigwaben die Imkerei erreichen. Jetzt muss noch abgeladen werden. Ein 15 - 16 Stunden Tag geht zu Ende. In der Regel wird an einem Tag geerntet und am nächsten Tag wird Honig geschleudert. Das geht für mindestens 4 Wochen so. Je nach Vegetation werden die Bienenhäuser dann im September / Oktober zurück an die Küste transportiert. Wieder schaukeln Bienen durch die Nacht. Noch einmal werden alle Bienenkolonien gesichtet und gegen eine Milbe behandelt. Wir prüfen, ob die Bienen genug Honig für den Winter in ihren Häusern haben. Wir füttern kein Zuckerwasser zur Winternahrung. Unsere Bienen behalten ihren Honig, der sie gesund und widerstandskräftig erhält. Honig hat mehr als 180 wertvolle Inhaltsstoffe. Die geschleuderten Honige ruhen bis Mitte Oktober in Fässern. Sie waren ganz flüssig nachdem sie geschleudert waren. Jetzt haben sie begonnen zu kristallisieren. In diesem Zustand ist der Honig bereit für die Weiterverarbeitung. Alle unsere Lavendelhonige werden zart cremig gerührt. Die Glasware für den Weiterverkauf an unsere Endkunden und unsere Wiederverkäufer wird danach sofort in die Gläser abgefüllt. In unserer Imkerei werden keinerlei Honige zur Weiterverarbeitung erwärmt. Der Frischegrad des Honigs bleibt optimal. Fast all unsere Glasware geht in unser Deutschland-Depot und wird von dort aus europaweit verkauft. Unsere Honige sind mit dem IGP-Label ausgezeichnet. Es garantiert, dass die Honige wirklich aus der Provence stammen und dass der Imker ständig kontrolliert wird. Dann ist es November in der Provence und die Bienen gehen in ihre kurze Winterruhe bis Ende Februar. Der Imker hat noch keine Winterruhe. Jetzt wird das Wachs geschmolzen, welches immer wieder verwendet wird als "Fundament" für die Waben. Dünne Wachsplättchen müssen "eingelötet" werden in den Waben. Leere Bienenhäuser der nicht überlebten Kolonien vom letzten Winter werden gereinigt. Paletten als Stellplatz für die Bienenhäuser müssen gezimmert werden. Neue Bienenhäuser werden gebaut. Die Imkerei wird gereinigt. LKW und Arbeitsfahrzeuge werden überholt. Alle Maschinen werden gecheckt. Es müssen neue Bienen - Stellplätze gefunden werden. Die Lavendel - Bauern werden besucht und erhalten dafür, dass wir unsere Bienen auf ihren Feldern platzieren durften eine Bezahlung. Pro Bienenhaus 500 g Honig. Materialien wie Fässer, Eimer, Gläser, Kartons, Etiketten und Arbeitsmaterialien müssen besorgt werden. Die Gläser werden etikettiert und für die neue Saison vorbereitet. Manchmal müssen sogar Straßen ausgebessert werden, damit wir überhaupt mit unseren Fahrzeugen in die abgelegenen Gegenden fahren können. Neben all dieser Arbeit der Produktion muss natürlich der geerntete Honig verkauft werden.
Was macht euch an eurem Beruf am meisten Spaß?
Natürlich ist das Schleudern des Honigs eine der freudigsten Tätigkeiten. Jetzt sieht man, dass sich die viele Arbeit gelohnt hat. Raymond ist Imker aus Passion. Für ihn ist alles mit und um die Bienen eine Tätigkeit, die ihm Freude macht. Als studierter Ingenieur für Straßen- und Brückenbau hat er sich schon im Alter von 29 Jahren für die Imkerei entschieden und seinen studierten Job an den Nagel gehängt. Unsere Honige profitieren von seinem Wissen aus 35 Berufsjahren.
Wie lange dauert es ein Glas Honig herzustellen?
Nun das ist eine interessante Frage, die nicht zu beantworten ist. Die oben aufgeführten Arbeitsschritte sind alle erforderlich um dafür zu sorgen, dass ein Glas Honig hergestellt werden kann. Hinzu kommen jetzt noch die Arbeitsstunden, welche die Bienen für das Sammeln des Nektars und die Weiterverarbeitung des Honigs benötigen. Legt man zugrunde, dass eine Arbeiterbiene in ihrem 6-wöchigen Leben lediglich 1 Teelöffel Honig (10 g) produzieren kann. Und dass sie dafür ca. 3.000 mal den Bienenstock verlassen musste. Nehmen wir an, dass es sich um ein 500 g Glas handelt. Dann sind 50 Bienen erforderlich ihr ganzes Leben lang für ein Glas Honig zu arbeiten. Sie müssen alle zusammen 150.000 mal den Bienenstock verlassen. Und damit ist die Arbeit noch nicht erledigt. Wenn der Nektar in den Bienenstock gebracht wird, dann hat er einen Wassergehalt von ca. 80 %. Bei den hohen Außen- und Innentemperaturen wird der Honig ganz schnell beginnen zu fermentieren. Das Wasser muss dem Nektar unbedingt entzogen werden, und zwar schnell. Am Tag wird also Nektar gesammelt und in der Nacht schlagen die Bienen mit ihren Flügeln um im Bienenstock als eine Art Aircondition dafür zu sorgen, dass das Wasser verdunstet. Erst wenn der Wassergehalt auf ca. 12 % gesenkt wurde ist der Honig fertig. Man sagt er ist reif. Jetzt sorgen Bienen dafür dass sie Wachs produzieren und damit die Honig- gefüllte Wabe überziehen. In einer Drüse am Hinterleib können Bienen dieses Wachs produzieren. Es dient dem Schutz des Honigs vor Dieben, aber auch vor Feuchtigkeit, die wieder in den Honig ziehen könnte. Außerdem verhindert das Wachs ein Auslaufen des Honigs. Wenn man bedenkt, dass im Sommer an den Lavendelfeldern ca. 50.000 Bienen in jedem Bienenhaus leben und dass diese 50.000 Bienen in den 4 Wochen an den Lavendelfeldern im Durchschnitt 15 kg Honig sammeln dann kommen 0,30 g Honig auf jede Biene in 4 Wochen. Also Du siehst, es ist ein enormer Aufwand 1 Glas Honig zu produzieren. Imker und Bienen arbeiten sehr hart daran.
Was ist euer Lieblingsprodukt?
Das Lieblingsprodukt von Raymond ist reiner Lavendelhonig von den Hochebenen der Provence. Teilweise beinhaltet dieser Lavendelhonig den wilden Lavendel der Provence. Sein Geschmack ist einzigartig. Seine Cremigkeit zergeht auf der Zunge. Seine Farbe ist fast weiss. Ich persönlich liebe den brauen Massif des Maures Honig. Er schmeckt nach Karamell und zergeht ebenfalls auf der Zunge. Und wenn ich etwas Besonderes empfehle, dann unseren weltweit einzigartigen Trüffelhonig. Hier fügen sich provenzalische Sommertrüffel von unserem Grundstück zusammen mit reinem Lavendelhonig. Wir karamellisieren die Trüffel im Lavendelhonig. Ein echter Genuss über warme oder kalten Schafs- oder Ziegenkäse. Aber auch zum karamellisieren von Geflügel oder Verfeinern von Obstsalaten.
Haben eure Produkte oder euer Unternehmen eine Entwicklung durchlebt?
Bei der Produktion unserer Honige wurden im Laufe der letzten 35 Jahre Optimierungen in allen Arbeitsbereichen eingeführt. Die Effizienz wurde erhöht, damit wir den gesamten Arbeitsaufwand ohne zusätzliches Personal leisten können. Die Imkerei wurde neu gebaut. Es wurden moderne Maschinen angeschafft. In Marketing und Vertrieb wurden zusätzliche Absatzwege eingeführt. Wir verkaufen Fass- und Eimerware an kleinere bis mittlere Imkereien, die dann unter ihrem eigenen Label abfüllen. Glasware an Läden zum Wiederverkauf und an unsere Endkunden. Neue Produkte haben unser Angebot bereichert wie z.B. reines Lavendelöl nach alter Tradition hergestellt. Hand-befüllte Lavendelsäckchen aus Provence-Stoffen hergestellt sind sehr beliebt. Bienenpollen, die sofort nach der Ernte schockgefrostet wurden, damit alle Inhaltsstoffe enthalten bleiben, erweitern unser Angebot. Dazu kommt Propolis als Tinktur und in Tablettenform. In diesem Jahr haben wir eine Community gegründet "Die Welt ein Stück weit besser machen". Menschen übernehmen Verantwortung dafür, dass ihre Kinder und Kindeskinder auch in Zukunft ein üppiges und vielfältiges Nahrungsangebot vorfinden. Die Wichtigkeit der Bestäubung durch Bienen muss gesichert werden. Da Wildbienen auf gar keinen Fall die erforderliche Bestäubungsarbeit leisten können, müssen Imker und ihre Bienen weltweit unterstützt werden. Menschen übernehmen die Patenschaft für Bienen-Appartements in der Provence. Natürlich erhalten sie Honig von ihren Bienen und reines Lavendelöl von uns. Wir treffen uns zu einem gemeinsamen Frühstück mit Workshop in der Provence. Imkerei und die Bienen-Appartements werden besucht. Unsere Patinnen und Paten erhalten spezielle Honig-Angebote und können sich in einer geschlossenen Facebook-Gruppe austauschen.

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